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Methodenbox

Die Methodenbox soll Lehrkräften und Schulpersonal, die an der Fortbildung “Interkulturelles Lernen in der Schule” teilgenommen und sich darüber interkulturelle Kompetenzen angeeignet haben, die Möglichkeit geben, diese in ihren Schulen weiterzugeben. Die Methodenbox erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Mit Hilfe exemplarischer Aktivitäten soll sie vielmehr helfen, die interkulturelle Dimension in den Schulalltag zu integrieren.

Zielgruppen

Zielgruppe der Methodenbox sind Lehrkräfte und Schulpersonal der Sekundarstufe II. Je nach Land und Schulsystem kann es diesbezüglich Unterschiede geben. In den meisten europäischen Ländern gehören Schulleitende, Klassenleitende, Fachlehrkräfte, aber auch Erzieherinnen und Erzieher und externe Mitarbeitende auch zur erweiterten Zielgruppe.

Ziele der Methodenbox

  • Lehrkräfte dazu ermuntern, die interkulturelle Dimension in den Schulalltag zu integrieren
  • Praktische Methoden vorstellen, mit denen der Unterricht um interkulturelle Lerninhalte erweitert werden kann
  • Bereits bestehendes pädagogisches Material zum Thema interkulturelles Lernen darstellen und für den Schulkontext verfügbar machen
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Pädagogische Grundlagen der Methodenbox

  • Interkulturelle Kompetenzen vermitteln als die Fähigkeit, sich Wissen, angemessene Haltungen und Fertigkeiten anzueignen, die eine effektive und adäquate Interaktion in interkulturellen Situation ermöglichen (D.K. Deardoff, The SAGE book of intercultural competence; CoE, Competences for democratic culture)
  • Umsetzung des ganzheitlich orientierten, schulumfassenden Ansatzes, in dem Sinne, dass Interkulturelles Lernen alle Bereiche des Schullebens durchdringt. Das bedeutet konkret:
  • Die Aktivitäten der Methodenbox sollen in Zusammenarbeit mit möglichst vielen beteiligten Akteuren der Schule und des schulischen Umfeldes (sprich Lehrkräfte, Schülerschaft, Elternschaft und außerschulische Organisationen, die sich auf interkulturelles Lernen und Mobilitätsprogramme spezialisiert haben) durchgeführt werden.
  • Die Aktivitäten sollen nicht als vereinzelte Aktivitäten durchgeführt werden, sondern Teil der pädagogischen Ausrichtung der Schule sein, so dass Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit bekommen, ihre interkulturellen Kompetenzen in fächerübergreifenden und thematischen Projekten, in Begegnungen und Austauschprogrammen zu erweitern.
  • Implementierung einer Feedback-Kultur zwischen Schülerinnen und Schülern und Lehrkräften, u.a. in Form einer Auswertung am Ende jeder Aktivität. Entsprechende Vorschläge zur Durchführung und Visualisierung einer Auswertung mit Schülerinnen und Schülern befinden sich im Anhang der Methodenbox.
  • Ermunterung der Schülerinnen und Schüler, sich zu aktiven und engagierten Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern zu entwickeln, gestützt durch die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern und Organisationen, die diese Grundsätze vertreten
  • Herstellen von Bezügen zwischen den vorgestellten Übungen und Projekten und den Lehrplänen der Sekundarstufe II im jeweiligen Land. Auf diese Weise können Lehrkräfte, Schulleitende und weiteres Schulpersonal die Übungen und Projekte in das Schulprogramm und in den Fachunterricht integrieren.

National Gesetzgebung

Methoden für ganzheitlich orientierte, schulumfassende Projekte

Um eine Gesellschaft mitzugestalten, die sich an demokratischen Grundwerten orientiert und den interkulturellen Dialog sucht, müssen Schulen interkulturellem Lernen einen zentralen Platz einräumen. Dieser Bereich stellt Projektideen vor, mit welchen die Schülerschaft, Lehrkräfte und die ganze Schulgemeinschaft interkulturelle Kompetenzen entwickeln können. Durch die Zusammenarbeit an einem gemeinsamen Projekt erweitern Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte ihren Horizont und öffnen sich für andere Kulturkreise und ihre Umgebung.

Solche Projekte stützen sich häufig auf die Zusammenarbeit mit lokalen Vereinen und Organisationen und externen Bildungsträgern und Partnern aus der non-formalen Bildung.

Methoden für fächerübergreifende Projekte

Die hier zusammengestellten Aktivitäten sollen Lehrkräften helfen, die Klassengemeinschaft zu verbessern und Werte wie Respekt, Neugier und Empathie in den Klassenraum zu bringen.

Die Übungen zielen auf ein friedliches Zusammenleben mit anderen Menschen und Kulturen ab und sollen den Schülerinnen und Schülern eine größeres Zusammengehörigkeitsgefühl vermitteln, in welchem Diversität respektiert und als Bereicherung empfunden wird.

Methoden für den Fachunterricht

In diesem Abschnitt finden Lehrkräfte Übungen, die sowohl interkulturelle als auch fachspezifische Kompetenzen in der muttersprachlichen Unterricht, im Fremdsprachenunterricht, in Geschichte, Erdkunde, Gesellschaftswissenschaften und in weiteren Unterrichtsfächern fördern.

Entsprechende Hinweise in der Übungsbeschreibung ermöglichen es der Lehrkraft, die Übungen direkt in den Unterricht zu integrieren.

Methoden für die Förderung interkultureller Austauschprogramme und interkultureller Begegnungen

Wie kann Lernen durch Gruppen-Schüleraustausch und individuelle Austauschprogramme gefördert werden? Wie können wir interkulturelle Projekte unterstützen? Wie kann sichergestellt werden, dass die entsprechenden Erfahrungen anerkannt werden und dass nicht nur der einzelne Teilnehmende sondern die ganze Schulgemeinschaft davon profitiert?

Aufbau und Struktur der Methodenbox

Zur besseren Übersicht wurde die Methodenbox in vier Bereiche unterteilt

  • Methoden für ganzheitlich orientierte, schulumfassende Projekte
  • Methoden für fächerübergreifende Projekte
  • Methoden für den Fachunterricht
  • Methoden für die Förderung interkultureller Austauschprogramme und interkultureller Begegnungen

Jeder Bereich besteht aus ausgearbeiteten Aktivitäten, die unabhängig voneinander durchgeführt werden können. Die jeweiligen Ziele und anvisierten interkulturellen Kompetenzen sind für jede Aktivität aufgeführt. Eine beigefügte Tabelle gibt eine Übersicht über die einzelnen Kompetenzen und die zugeordneten Aktivitäten.

ganzheitlich orientierte Projekte

Methoden für ganzheitlich orientierte, schulumfassende Projekte

fächerübergreifende Projekte

Methoden für fächerübergreifende Projekte

Fachunterricht

Methoden für den Fachunterricht

interkultureller Austauschprogramme

Methoden für die Förderung interkultureller Austauschprogramme und interkultureller Begegnungen

Die Kompetenzen sind in vier unterschiedliche Rubriken unterteilt: Werte, Einstellungen/Haltungen, Fertigkeiten/Fähigkeiten und Wissen. Diese Rubriken orientieren sich an dem Modell «Competences for democratic culture. Living together as equal in culturally diverse democratic societies», das im Auftrag des Europarates als Referenzrahmen entworfen wurde.

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