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Ist das wirklich so?

METHODENBOX

BEREICH 3 Methode für den Deutschunterricht

ZIELGRUPPE

Schülerinnen und Schüler einer Klasse ab 14 Jahren

INTERKULTURELLE KOMPETENZEN

  • Wertschätzung und Respekt gegenüber kulturellen Unterschieden und Vielfalt
  • Wertschätzung und Respekt gegenüber anderen Kulturen und kulturelle Andersartigkeit
  • kritisches Denken und Hinterfragen
  • Sprachliche und kommunikative Fähigkeiten

LERNZIELE

  • Den Unterschied zwischen Fakten und Meinung benennen können und Möglichkeit kennen lernen, Meinungen richtig einzuordnen

ZEIT

40 Minuten

BENÖTIGTES MATERIAL

Kartensatz “Tatsache oder Meinung” mit dem folgenden Aussagen, die nach Belieben erweitert werden können:

  1. Mädchen sind schlauer als Jungen.
  2. Deutsche sind freundlich.
  3. Manche Jungen sind gut in Sport.
  4. Bremen ist ein deutsches Bundesland.
  5. Die Welt ist heutzutage eine besserer Ort als noch vor 100 Jahren.
  6. Rollstuhlfahrer bemitleiden sich selbst.
  7. Der Nil ist der längste Fluss der Welt
  8. Frauen sind besser für den Lehrberuf geeignet als Männer.
  9. Menschen mit einem Akzent sind weniger klug.
  10. Die meisten Menschen in Afrika leben in städtischen Ballungsräumen.
  11. Deutschland ist das reichste Land der Welt.
  12. Deutsche lieben Bratwurst.
  13. Manche reichen Menschen sind hochnäsig.
  14. In Deutschland gibt es mehr Wald als in irgendeinem anderen Land.
  15. Obdachlose sind faul.
  16. In Deutschland geht jeden Tag die Sonne auf.
  17. Männer sind für gewöhnlich größer als Frauen.
  18. Unsere Schule ist die beste in der ganzen Stadt.
  19. Das Judentum ist eine Religion.
  20. China ist das bevölkerungsreichste Land der Welt.
  21. Die meisten Menschen in Griechenland sind unglücklich.

ABLAUF DER ÜBUNG

Einführung

Es fällt uns manchmal schwer, bei der Betrachtung von Menschen und Ereignissen zwischen einer Tatsache und einer Meinung zu unterscheiden. Stereotypen und Vorurteile beruhen oft auf Meinungen, die wir als Tatsache wahr- und hinnehmen.

 

Vorgehensweise

Die Lehrkraft schreibt drei Beispiele für Tatsachen auf eine Seite der Tafel und drei für eine Meinung auf die andere Seite.

Beispiele für Tatsachen:

  1. Georg hat blaue Augen.
  2. Dieser Raum hat x Fenster.
  3. In Deutschland gibt es 16 Bundesländer

Beispiele für Meinungen:

  1. In diesem Raum ist es zu warm.
  2. Mathe ist langweilig.
  3. Die besten Autos werden in Deutschland hergestellt.

Die Schülerinnen und Schüler benennen die Gruppe der Tatsachen und die Gruppe der Meinungen und die Lehrkraft betitelt diese mit entsprechenden Überschriften.

Mit einem Partner habe die Schülerinnen und Schüler dann die Aufgabe, die Begriffe “Tatsache” und “Meinung” zu definieren. Gemeinsam im Plenum werden die Vorschläge für Definitionen in jeweils eine zusammengefasst und gegebenenfalls mit einer offiziellen abgeglichen.

Anschließend werden die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen von 4 bis 5 Personen eingeteilt und mit je einem Kartensatz “Tatsache oder Meinung” ausgestattet. Pro Gruppe ist einer für die Karten verantwortlich.

Jede Kleingruppe benötigt einen Bereich mit einem Tisch, der sich in drei Bereiche “Tatsachen”, “Meinungen” und “Ich benötige mehr Informationen” einteilen lässt. Die Schülerinnen und Schüler haben nun die Aufgabe, jede Karte einem Bereich zuzuordnen. (Sie beziehen sich dabei auf die Definitionen, die vorher im Plenum festgelegt wurden.)

Abschließend schauen sich die Schülerinnen und Schüler die Aussagen im Bereich “Ich benötige mehr Informationen” genauer an und überlegen, wie und wo sich nötige Zusatzinformationen beschaffen ließen, um die Aussage als Tatsache oder Meinung deklarieren zu können.

Diskussion

Nach der Kleingruppenphase kommen alle Schülerinnen und Schüler wieder im Plenum zusammen, um die Übung und den Lernprozess zu reflektieren.

Anhand folgender Leitfragen überprüft die Lehrkraft das Erreichen der Lernziele:

  1. Wie kannst du erkennen, ob eine Aussage einer Tatsache entspricht oder lediglich eine persönliche  Meinung wiedergibt?
  2. Was hilft dir bei der Entscheidung?
  3. Wart ihr euch in den Kleingruppen bei den Entscheidungen einig? Könnte man bestimmte Meinungen als Tatsachen deklarieren, wenn man über zusätzliche Informationen verfügte?
  4. Was kannst du tun, wenn du dir nicht sicher bist, ob etwas einer Tatsache entspricht?
  5. Warum ist es so wichtig, eine Meinung von einer Tatsache unterscheiden zu können?
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